Tarifinfo: Deine Arbeit ist es wert - auch in kirchlichen Betrieben

Du erlebst es im Alltag und siehst es auf Deinem Gehaltszettel: Soziale Berufe werden in Deutschland nicht genügend anerkannt. Dabei würde unsere Gesellschaft ohne ErzieherInnen, SozialpädagogInnen/SozialarbeiterInnen, HeilerzieherInnen, SozialasstistInnen und KinderpflegerInnen nicht funktionieren.

ver.di will die Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten. Die entsprechenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst laufen. Die Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst sollen höher eingruppiert werden. Im Schnitt bedeutet die Forderung eine bessere Bezahlung von zehn Prozent. Damit will ver.di, der gestiegenen Bedeutung, der hohen Verantwortung und den erhöhten Anforderungen an diese Berufe Rechnung tragen. Für junge Menschen muss die Attraktivität der sozialen Berufe gesteigert werden, damit uns der berufliche Nachwuchs nicht ausgeht. Zum Tarifinfo

Tarifinfo: Verhandlungsrunde in Münster


Offenbar unter dem Druck von über 20.000 Warnstreikteilnehmerinnen und -teilnehmern in der vorangegangenen Woche erklärten die Vertreter der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) in der zweiten Verhandlungsrunde ihre Bereitschaft, über alle ver.di-Forderungen verhandeln zu wollen. Dazu äußerten sie, „bei einigen Berufen vielleicht etwas machen zu müssen“. Sie wiesen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass für sie eine generelle Verbesserung der Eingruppierung nicht in Frage komme. Zum ver.di-Flugblatt.

Die nächste Verhandlungsrunde ist am 9.April in Düsseldorf.

Resolutionen der Mitarbeitervertretungen der Diakonie Hessen

Bei der gemeinsamen Informationsveranstaltung für die MAVen in ganz Hessen wurde eine gemeinsame Erklärung für Tarifverträge verabschiedet, die von 111 anwesenden MAV-KollegInnen unterschrieben wurde. Die Resolution wird an den Vorstand der Diakonie, die Arbeitsgemeinschaft der Dienstgeber der Diakonie Hessen und an die Landessynoden übersandt. In der Erklärung heisst es: "Die Höhe unserer Löhne und unsere Arbeitsbedingungen dürfen nicht weiter im Geheimen in den Arbeitsrechtlichen Kommissionen „verhandelt“ werden!"

Am 19.3.2015 haben außerdem 130 Mitarbeitervertreterinnen und Mitarbeitervertretern der Diakonie Hessen eine Solidaritätserklärung mit den Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst verabschiedet, die für eine Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe eintreten.

ver.di TV: Nachts im Krankenhaus

Ver.di TV-Beitrag über den ver.di-Nachtdienstcheck(3:55 Min).


Nachts im Krankenhaus
Zwei Jahre nachdem ver.di schon einmal alle Bereiche des Krankenhausbetriebes auf die Personalausstattung gecheckt hat, haben sich engagierte ver.dianer/innen jetzt die Nachtdienste vorgenommen. Nachts im Krankenhaus ist teils die Hölle los, aber dafür oft nicht ausreichend Personal vor Ort.

"Die Rückkehr des Sozialen in die Politik?": Ein Start, kein Endpunkt

Evangelische Kirche, Diakonie und ver.di ziehen sozialpolitisch weiter an einem Strang. Das ist das Ergebnis eines nunmehr einjährigen Diskussionsprozesses, der am Montag (9. März 2014) in der Französischen Kirche in Berlin seinen formellen Abschluss fand. In dem imposanten Gebäude hatten die Organisationen mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung vor ziemlich genau einem Jahr eine Serie von Fachtagungen zu den Themen Armut, Gesundheit, Pflege, Inklusion und Jugend begonnen.

Die Debatten unter dem Motto „Die Rückkehr des Sozialen in die Politik?“ waren produktiv und befruchtend – ungeachtet weiter bestehender Meinungsverschiedenheiten zu Tarifverträgen und zum Streikrecht in kirchlichen Einrichtungen. „Wir haben uns von diesem Konflikt nicht den Blick für unsere gemeinsamen Anliegen verstellen lassen“, sagte Prälat Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Man werde sich im Interesse der Menschen nach Kräften weiter gemeinsam engagieren. Jörg Kruttschnitt von der Diakonie Deutschland zitierte gar das Arbeiterlied „Wenn wir schreiten Seit ́ an Seit ́“ und betonte: „Wir ziehen beide an derselben Seite des Strangs, wenn es um die Wahrnehmung des Wertes der sozialen Arbeit in unserer Gesellschaft geht.“

ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler erklärte, die Veranstaltung sei „kein Endpunkt, sondern ein Start, weiter gemeinsam politisch unterwegs zu sein“. Sie betonte, das Gesundheits- und Sozialwesen basiere auf Zusammenhalt und Kooperation. „Es gibt gesellschaftliche Bereiche, in denen ist der Wettbewerb nicht die Lösung, sondern das Problem.“ Die lebhaften Diskussionen hätten viele gemeinsame Sichtweisen von evangelischer Kirche, Diakonie und ver.di offenbart.

Bundesweiter „Nachtdienstcheck“: Deutsche Krankenhäuser zum Teil gefährlich unterbesetzt

Die Krankenhäuser in Deutschland sind während der Nacht personell zum Teil gefährlich unterbesetzt. In mehr als der Hälfte aller Fälle (55 Prozent) muss eine Pflegekraft allein 25 Patienten betreuen. Das ist das Ergebnis einer bundesweit erhobenen Stichprobe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in 225 Krankenhäusern in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag, 6. März 2015. „Das Patientenwohl ist immer häufiger ernsthaft gefährdet. Die Politik muss jetzt endlich mit verbindlichen Personalvorgaben für Sicherheit und Entlastung sorgen“, forderte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.
Zur Ver.di Pressemitteilung.
Zum Artikel in der Jungen Welt.
Zum Artikel im Hamburger Abendblatt.

Verhandlungsauftakt ohne Ergebnis

Im Auftakttermin der Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat ver.di die Aufwertungsforderung für die Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst begründet und das umfassende Forderungspapier im Einzelnen erläutert.

Die Vertreter der VKA erkannten zwar an, dass die Beschäftigtem im SuE wertvolle und unverzichtbare Arbeit leisten, sahen aber keinen Grund für eine verbesserte Eingruppierung. Sie meinten, eine bessere Bezahlung würde nicht zu einer Attraktivitätssteigerung der Berufe führen.

Dazu können wir nur feststellen: Nichts begriffen, nichts dazu gelernt!

Auf unsere konkreten Forderungen ist die VKA nicht eingegangen. Die Arbeitgeber kündigten aber an, im nächsten Termin über unser Papier sprechen zu wollen.

Wir meinen: Dem Erkenntnisprozess bei den Arbeitgebern muss offensichtlich nachgeholfen werden!

Mehr Informationen auf dem Ver.di Flugblatt. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 23. März 2015 in Münster statt.

Mitmachen: Verhandlungsauftakt im Öffentlichen Dienst

Soziale Berufe aufwerten - auch in Betrieben der Kirche

Die Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst ist eröffnet. Jetzt sind wir alle gefordert. Denn über das, was am Ende rauskommt, entscheidet vor allem unsere Mobilisierungsbereitschaft.

Zum heutigen Verhandlungsauftakt veröffentlichen wir hier das ver.di-Flugblatt. Die Aufwertung sozialer Dienste ist überfällig! Also: Jetzt organisieren, Mitglied werden und aktiv die Auf- wertung mit vorbereiten - für eine zeitgemäße und gerechte Eingruppierung!

Zusätzlich gibt es ein Aktivierungsplakat, mit dem sich am 25.2. fotografiert werden kann. Macht Fotos eurer Aktionen und verseht das Foto unter Twitter, Facebook oder Instagram mit dem Hashtag #aufwerten oder schickt es uns unter aufwerten-jetzt@verdi.de

Glückwunsch! Erster landesweiter Ausbildungstarifvertrag in der Pflege

Am heutigen Dienstag (17.02.) haben die Gewerkschaft ver.di und die Verbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen einen Tarifvertrag über die Ausbildungsbedingungen in der Pflege unterzeichnet. Dieser bundesweit erste Tarifvertrag in der Altenpflege für ein ganzes Bundesland regelt die Ausbildungsentgelte und den Erholungsurlaub. Zukünftig erhalten Schülerinnen und Schüler in der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr 975 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1.138 Euro. Allen Auszubildenden stehen einheitlich 29 Urlaubstage zur Verfügung. Ziel der Sozialpartner ist es, den Tarifvertrag branchenweit für allgemeinverbindlich erklären zu lassen, um gemeinsame Standards in der Pflegeausbildung zu gewährleisten.

Die Rückkehr des Sozialen in die Politik

In den vergangenen zwölf Monaten haben sich auf Einladung der Diakonie Deutschland, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Hans-Böckler-Stiftung und Evangelischer Kirche in Deutschland Expertinnen und Experten in den Themenfeldern Armut, Gesundheit, Pflege, Inklusion und Jugend in Workshops über die gegenwärtige soziale Lage in Deutschland sowie sozialpolitische Herausforderungen für die Zukunft ausgetauscht. Die Ergebnisse dieses intensiven Prozesses, unsere Ideen und Lösungsvorschläge wollen wir mit Gästen aus Politik und Gesellschaft in den sozialpolitischen Dialog bringen.

Auf der Abschlussveranstaltung am 9. März 2015, 10.00 bis 15.00 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche Berlin wollen wir die Aufgaben für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Sozialstaates benennen. Bundesregierung und politische Parteien und Fraktionen sind dabei für uns wichtige Dialogpartner, denn die Politik schafft den notwendigen Rahmen für einen zukunftsfähigen Sozialstaat.

Sie sind herzlich eingeladen!

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