Fachtagung: Handlungsfelder zur Gestaltung von Guter Arbeit in der Diakonie

Am 28. und 29. April 2016 findet in Kassel eine Fachtagung für betriebliche Interessenvertretungen der Diakonie statt. Bis zum 18.3.2016 ist eine Anmeldung möglich. Ziel der Tagung ist, Handlungsoptionen für betriebliche Interessenvertretungen bei der Umsetzung gesetzlicher Mindestlöhne, allgemeinverbindlicher Tarifverträge oder anderer betrieblicher Regelungen auszutauschen und zu erfinden.

Aktuelle Ausgabe der ver.diakonie

Endlich gibt es wieder eine aktuelle Ausgabe der ver.diakonie - das Infoblatt, welches wir in der Tarifbewegung Diakonie entwickelt haben. In dieser Ausgabe gibt es einen Rückblick und Ausblick auf den
Tarifvertrag der Diakonie Niedersachsen.

Aufstehen für die Pflege!

Auch in kirchlichen Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen wird sich ver.di in diesem Jahr noch intensiver für den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer_innen einsetzten. Trotz Dienstgemeinschaft und christlichen Leitbildern sind die Arbeitsbedingungen in der Regel nicht besser, als bei vergleichbaren kommunalen oder privaten Trägern. Gefordert wird ein Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz, Arbeit darf nicht krank machen.

Einladung zur Podiumsdiskussion: Personalbemessung in der stationären Altenpflege

Immer weniger Pflegekräfte kümmern sich um immer mehr Bewohner/innen. Darunter leiden Beschäftigte ebenso wie die Bewohner/innen. ver.di fordert deshalb bereits seit Jahren mehr Personal für die Altenpflege und eine bundeseinheitliche gesetzliche Regelung zur Personalbemessung.

Mit Erfolg: Mit der jüngsten Pflegereform, dem Pflegestärkungsgesetz II hat die Bundesregierung beschlossen, ein bundesweit einheitliches Personalbemessungsverfahren für die stationäre Altenpflege entwickeln und erproben zu lassen.

Zeitgleich mit dem Gesetzgebungsverfahren haben die Professoren Stefan Greß und Klaus Stegmüller von der Hochschule Fulda ein Gutachten mit dem Titel „Personalbemessung in der stationären Altenpflege“ im Auftrag von ver.di erarbeitet. Wir laden ein zur Diskussion dieses Gutachtens und möglicher Perspektiven.

Wann?
Mittwoch, 24. Februar 2016
19:30 – 21:00 Uhr

Wo?
Katholischen Akademie Berlin
Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin
www.katholische-akademie-berlin.de

Im Podium diskutieren:

Staatssekretär Karl-Josef Laumann (CDU)
Hilde Mattheis, MdB (SPD)
Elisabeth Scharfenberg, MdB (Bündnis 90 – Die Grünen)
Pia Zimmermann, MdB (Die Linke)
Professor Greß (Hochschule Fulda) sowie
Sylvia Bühler (ver.di)

Moderation: Herbert Weisbrod-Frey

Offener Brief ans Bundesministerium zum Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes

Die Bundeskonferenz der Arbeitsgemeinschaften und Gesamtausschüsse der Mitarbeitervertretungen in der Diakonie fordert in einem offenen Brief an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, keine Ausnahmeregelungen für Kirchen zu zulassen. Auch in der Diakonie gäbe es Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen.

Arbeit auf Zeit - auch bei Diakonie und Caritas

In den Wohlfahrtsverbänden bekommen Beschäftigte überdurchschnittlich oft nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Das belegt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die außerdem zeigt: Kirchliche und freigemeinnützige Arbeitgeber übernehmen Auszubildende viel seltener als Privatwirtschaft und öffentlicher Dienst.
Eigentlich sollte das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit vor allem herausfinden, wie groß das Problem befristeter Arbeitsverhältnisse bei Bund, Ländern und Kommunen ist. Darauf hatten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Tarifrunde 2014 geeinigt. Doch die zu Jahresbeginn veröffentlichte Untersuchung zeigt nicht nur, dass Befristungen im öffentlichen Dienst sehr häufig sind, sondern auch im sogenannten Dritten Sektor, der vor allem aus den Wohlfahrtsverbänden kirchlicher oder freigemeinnütziger Trägerschaft besteht.

Im öffentlichen Dienst liegt der Befristungsanteil demnach um drei Prozentpunkte, im Dritten Sektor gar um fast fünf Prozentpunkte über dem der Privatwirtschaft. 2014 erhielt nur einer von drei Neueingestellten bei den Wohlfahrtsverbänden einen unbefristeten Vertrag. Im öffentlichen Dienst waren es knapp 40, in der Privatwirtschaft gut 60 Prozent. Lediglich an den Hochschulen – wo die Befristung laut IAB als »Normaleinstellungsverhältnis« bezeichnet werden kann – ist die Quote noch mieser als in der Wohlfahrt.

Weniger als ein Zehntel der Befristungen bei Diakonie, Caritas und anderen Verbänden dient der Deckung eines kurzfristigen Bedarfs von unter sechs Monaten. Über ein Drittel dieser Arbeitsverträge laufen länger als ein Jahr, knapp acht Prozent sogar länger als zwei Jahre. Das zeigt: Die Verbände setzen Befristungen nicht nur bei vorübergehenden Engpässen ein, sondern als Teil ihrer strategischen Personalplanung. Der Anteil sachgrundloser Befristungen ist zwar – ebenso wie im öffentlichen Dienst – niedriger als in privaten Unternehmen, er ist seit 2004 aber massiv gestiegen. Statt in seinerzeit knapp 20 Prozent wird nun in mehr als 35 Prozent der befristeten Verträge kein sachlicher Grund wie Schwangerschafts- oder Elternzeitvertretung angegeben.

Tarifausschuss vertagt Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit für den TV Azubis Altenpflege in Niedersachsen


Der Tarifausschuss vertagt die Entscheidung über die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages für die Auszubildenden der Altenpflege in Niedersachsen. Nahezu 200 Auszubildende waren vor der Sitzung des Tarifausschusses zu einer Kundgebung angereist, um der Forderung Nachdruck zu verleihen, dass der Tarifvertrag für wirklich alle Azubis der Altenpflege gilt. Gut so! Es ist zwar noch nicht entschieden worden, den Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären, aber die Entschlossenheit der anwesenden Azubis hat zumindest eine Ablehnung der Allgemeinverbindlichkeit verhindern können.
Wann der Tarifausschuss erneut tagt ist offen.

Flüchtlinge solidarisch aufnehmen

Neu erschienen sind die aktuellen WirtschaftPolitik Informationen 4/2015 zum Thema "Flüchtlinge solidarisch aufnehmen". Die Ausgabe mit sechs Artikeln zum Thema kann online eingesehen werden unter: http://wipo.verdi.de.

Leiharbeit und Werkverträge: Kritik der Wirtschaft völlig überzogen - Missbrauch eindämmen

Diakonische Arbeitgeber (Verband diakonischer Dienstgeber Deutschland, VdDD) sind gegen die Pläne von Arbeitsministerin Nahles, den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen einzudämmen (Pressemeldung vom 20. November). Obwohl im Referentenentwurf zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz den Kirchen erneut Sonderregelungen eingeräumt werden sollen, lehnen die diakonischen Arbeitgeber den Gesetzesentwurf ab. ver.di hat sich zum vorliegenden Gesetzesentwurf geäußert:

Rückschlag für Auszubildende in der Altenpflege

Es lief gut an in Bremen. Alle Wohlfahrtsverbände einschließlich Caritas und Diakonie waren sich mit ver.di einig. Ein Tarifvertrag für die Auszubildenden in der Altenpflege Bremen war abgeschlossen. Die Allgemeinverbindlichkeit für alle Altenpflegeeinrichtungen wurde beantragt. Leider haben die Bremer Arbeitgeber dem Antrag nicht zugestimmt. Der Kampf für eine gute Zukunft für die Pflege geht also weiter.

Mehr Informationen dazu können nachgelesen werden in der Presseinformation der Tarifgemeinschaft Pflege Bremen und des ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen.

Inhalt abgleichen